Informationen zur „Schocklage“

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Seit vielen Jahren wird sowohl in der „Ersten-Hilfe“, als auch in der Ausbildung medizinischen Personals die Schocklage als Maßnahme bei den meisten Schockformen gelehrt.


Mittlerweile gibt es allerdings neue Erkenntnisse und die Lehraussagen müssen überarbeitet werden. Es wurde nachgewiesen, dass sich die Volumensituation für den Patienten und damit auch sein Zustand nicht signifikant verbessert. Im Gegenteil: Man geht davon aus, dass eine Hochlagerung der Beine bei „echten“ Schockzuständen eher schädlich ist und den Schock auf Dauer sogar verstärkt. Daher sollte man bei entsprechender Symptomatik eine Flachlagerung anstreben.


Die Aussage stützt sich auf folgenden Artikel und die darin erwähnten Studien: "Schocklage: Das Ende einer Legende?", Rettungsdienst, Juni 2011, S+K Verlag


Diese neuen Erkenntnisse haben sich noch nicht flächendeckend in der Ausbildung etabliert und eine Änderung der Lehraussagen wird z.Zt. von entsprechenden Institutionen geprüft.


Zusätzliche Informationen:
  • Bei Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Atemnot, Schlaganfall sollte der Oberkörper erhöht gelagert werden, wenn der Patient bei Bewusstsein ist und die Lagerung toleriert!
  • Bei Schädel-Hirn-Verletzungen sollte der Oberkörper ebenfalls leicht erhöht gelagert werden (ca. 30°).
  • Bei möglicher Wirbelsäulenverletzung die Wirbelsäule nicht krümmen, sondern möglichst flach und achsengerecht lagern.